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Journal

Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

The Comstock Law: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 11

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Affaire ‘L’Hebdo’ : vous avez dit pluralité ?: Affaire ‘L’Hebdo’ : vous avez dit pluralité ?

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«Verbrennt mich!»: Die bibliophile Notiz für Kalenderwoche 10

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Mitteilungen: Bewerbungsfristen für Double-Literaturplattform

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«La Nuit de la nouvelle» de Jean-Pierre Rochat: Critique par viceversalittérature

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«Atlas Hotel» von Bruno Pellegrino: Rezensionshinweis viceversaliteratur

Lesetipp

Dragica Rajčić, Buch von Glück: «Wieso schreiben sie? / Nicht in muttersprache», fragt ein Zuhörer nach der Lesung. Das ist mehr als eine Frage, es sind zwei – und zusammen eine Provokation. Denn der Herr stellt nicht nur Fremd- und Muttersprache in Frage, sondern das literarische Schreiben an sich. Und was antwortet die Autorin, deren Deutsch eben nur eine «stifmuter»-Sprache ist? «Das schreibende ich / Sagt das sprechende ich / Ist exorzist der wörter / […] Genisst es / Fremdes zu probieren?» Diese Schlüsselszene steht in einem Gedicht in «Buch von Glück» (2004), dem vierten Gedichtband von Dragica Rajčić. Die Autorin ist vor vielen Jahren aus Kroatien in die Schweiz emigriert, doch die Frage nach dem Zugang zur fremden Sprache Deutsch zieht sich als Leitmotiv durch das gesamte Werk. Sie schreibt auf Deutsch und doch ist sie über all die Jahrzehnte eine «Gastarbeiterin der deutschen Sprache» geblieben. Mit ihren fünf Gedicht- und Kurzprosabänden steht sie bis heute solitär in der schweizerischen Literaturlandschaft. Kein anderer Autor nichtdeutscher Muttersprache arbeitet derart radikal mit Sprachfragmenten. Keiner siedelt seine Texte so exponiert an den eigenen Sprachgrenzen an. Rajčićs Gedichte verstossen gegen die Regeln der Rechtschreibung und Grammatik – und entlocken gerade dadurch den Wörtern neuen Sinn. Sie hat aber auch keine Berührungsangst vor dem deutschen Literaturkanon, z.B. in : Ihr jüngstes Buch handelt von Hermann Broch («Warten auf Broch» 2011). Ihr Werk provoziert, es ist eine Herausforderung für Leserschaft und Literaturkritik: eine lohnenswerte Lektüre! (Christa Baumberger)

Lesetipp

Anna Felder, Umzug durch die Katzentüre: «Umzug durch die Katzentüre» von Anna Felder ist ein kurzer Experimentalroman, in dem die gewohnten Erzähllogiken sanft aufgebrochen sind. Das häusliche Leben eines alten Hauses mit Garten wird von der Nachricht einer bevorstehenden Enteignung erschüttert: Der Familienkern – ein alter Vater, ein Sohn, seine Frau und seine Schwester, eine Katze – beginnt in einer Zeitlosigkeit, in der sich Trägheit und Bedrohung durch die Räumung vermischen. Von den Protagonisten wissen wir wenig bis nichts: Felder fängt sie situativ ein, brennt jede Vorgeschichte nieder, schneidet eine psychologische Tiefe in der Oberfläche der Routine. Wie Calvino einmal bemerkte, verläuft der Stil über «die visuelle Organisation des Raumes» und strebt nach der «‹Inszenierung von Augenblicken› des täglichen Lebens». Innen und aussen sind nicht nur der Hintergrund, auf dem sich die rätselhaften und verknappten Masken bewegen: die Szenografie selbst scheint ihren Anteil zu beanspruchen und aus der Kulisse heraustreten zu wollen, Objekte werden zu Subjekten oder zu undenkbaren Perspektiven. «Umzug durch die Katzentüre» hat in der Tat viel von einem Theater, mit jener eleganten Erbarmungslosigkeit, mit der jeder «Akteur» das Drehbuch hersagt, sei es die Lampe, der Oleander oder die Nonne. Der kühnste Kniff ist die Wahl der Erzählerin: der Katze des Hauses, die in erster Person die Gewohnheiten und Dramen der Protagonisten aufzeichnet. Für ihre Inszenierung der «sentimentalen Aufzeichnungen» der Menschen und Dinge bedient sich die Autorin eines sich überstürzenden – und bisweilen surrealen – Stils, der dem Leser die Scharfstellung seines Blickes verunmöglicht und ihn in eine zugleich köstliche und schneidende Melancholie taucht.(Lorenzo Cardilli, übersetzt von Christoph Roeber)

Lesetipp

Dagny Gioulami, Alle Geschichten, die ich kenne: «Alle Geschichten, die ich kenne» nennt Dagny Gioulami ihr literarisches Debüt. Tatsächlich weiss die Autorin einiges zu erzählen. Spielerisch verleiht sie einer alltäglichen Geschichte märchenhafte Züge. Ein Stück grüner Taft spielt dabei eine Hauptrolle. Um die neue Besitzerin einer chemischen Reinigung von ihrem bösen Schicksal zu befreien, machen sich die Erzählerin und ihr «Arbeitskollege», der tätowierte Polizist, mit dem Auto nach Griechenland auf. Unser Schicksal hängt an einem Faden, davon erzählen Sagen wie die von der wartenden Penelope. Die griechischen Moiren drehen unser Lebensgarn. Gioulami verquickt in ihrer Geschichte ums Nähen und Spinnen munter Märchen und Misere. Die Reise nach Griechenland führt in ein engmaschiges Netz von Verwandten, die alle besucht sein wollen. Doch eigentlich gilt die Reise der unleidigen Tante Irini, der nachgesagt wird, dass sie «Stoffe auf den Körpern der Frauen in Kleider verwandeln» kann. Die anfänglich märchenhaft verquirlten und verwobenen Erzähl- und Schicksalsfaden fügen sich allmählich zu einem bunten Gewebe, das am Ende schliesslich mit der Hochzeit eines fremden Paars abgebunden wird. Auf diese Weise erzählt die Autorin einen poetisch äusserst lebhaften Geschichtenreigen. (Beat Mazenauer)

Neuerscheinungen

Désirée Scheidegger: Aaregeflüster. Knapp.

Neuerscheinungen

Andreas Schwab: Anderberg. Offizin Verlag.

Nachrichten

lit21: “Freiheit ist ein Wort, das niemals schweigt.”

lit21: Litauische Literatur auf dem Blauen Sofa

lit21: Der Preis der Leipziger Buchmesse ist weiblich!

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lit21: Natascha Wodin: Dann spielt die Mutter Chopin

Festivals

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