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31-07-2016
Leta Semadeni
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Gasthaus Richisau
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01-08-2016
Poeten zur Lage der Nation
Peter Heiniger, Pony M. und Simon Libsig treffen s…
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08-08-2016
Festival du Toûno
Association «Entre Mots et Notes»
Festival du Toûno
St-Luc

Journal

Bookfinder: Sie suchen ein gutes Buch – wir machen Ihnen einen Vorschlag. LiteraturSchweiz hat einen digitalen Bookfinder entwickelt, der diese Aufgabe übernimmt. Sie brauchen bloss sechs Mal zu klicken und so anzuzeigen, wer Sie sind, der Bookfinder sagt, was Sie (vielleicht) gerne lesen. Sie können den Bookfinder auch benutzen, um ein Lektüregeschenk für Freunde und Bekannte zu finden.  So funktioniert der digitale Bookfinder. Er basiert auf Moritz Tramers «Der Bücherkatalogtest als charakterlogisches Prüfmittel» von 1953. Dem test zufolge sollen Probanden Buchtitel aus einer Liste auswählen, die dem Psychologen ein Bild seiner Interessen vermitteln. Der Bookfinder kehrt das Verfahren um und empfiehlt je nach (Selbst-)Charakterisierung mögliche Bücher zur Lektüre.   Die Grundlage dafür bilden die annähernd 300 Lesetipps von LiteraturSchweiz, die mit aktuellen Neuerscheinungen ergänzt worden sind. Die Resultate des Bookfinder sind so treffend oder unzutreffend, wie man sich oder den/die zu Beschenkende/n anhand von Eigenschaften, Talenten und Interessen zu charakterisieren vermag – und sind, natürlich, mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Ein gutes Buch kommt dabei aber allemal heraus. 

Journal

Antenne Romande: Henri Roorda: conseil aux écrivains inquiets

Journal

Bücher in Menschenhaut II: Ein Buch, das in die menschliche Haut eines Mörders eingebunden war, sorgte 2011 für mediales Aufsehen. Es handelte sich um eine Ausgabe von Miltons «Poetical Works», die sich in der Westcountry Studies Library im südwestenglischen Exeter befindet. Beim Leihgeber der Haut handelte es sich um den Rattenfänger George Cudmore, der 1830 gehängt wurde, weil er seine Frau vergiftet hatte. Die Haut gelangte auf nicht mehr genau nachvollziehbaren Wegen in die Hände eines Buchbinders, der 1853 die erwähnte Milton-Ausgabe damit einband. Womöglich handelte es sich bei jenem um den Buchhändler Clifford, dessen Marke im Buch gefunden wurde. Schliesslich erhielt die Westcountry Studies Library das Buch vermacht, dessen Geheimnis nun neu entdeckt worden ist. (bm) An dieser Stelle präsentieren wir wöchentlich eine bibliophile Notiz. Kalenderwoche 29: Bücher in Menschenhaut I

Journal

Antenne Romande: À propos de 'L'Échappée libre' de Jean-Louis Kuffer (2014)

Journal

Bücher in Menschenhaut I: Speziell im 17./18. Jahrhundert war es nicht unüblich, dass Bücher mit Menschenhaut (anstatt Leder) eingebunden wurden. Anthropodermic Bibliopegy heisst der Fachterminus dafür. Meist handelte es sich dabei um medizinische Bücher. Hin und wieder wurde aber auch ein abtrünniger Mönch oder im Jahr 1853 in England ein zum Tode verurteilter Mörder dafür verwendet. Eines der ältesten bekannten Zeugnisse dafür, ein Buch von 1605 in der Langdell Law Library an der Harvard University, enthält auf der letzten Seite die Inschrift: «The bynding of this booke is all that remains of my dear friende Jonas Wright, who was flayed alive by the Wavuma on the Fourth Day of August, 1632. King Mbesa did give me the book, it being one of poore Jonas chiefe possessions, together with ample of his skin to bynd it. Requiescat in pace.» Gut verarbeitet, schreibt der bücherverrückte Holbrook Jackson, ist der Einband aus Menschenhaut bezüglich Textur und Qualität durchaus vergleichbar mit gutem Saffian- oder Schweinsleder. (bm) An dieser Stelle präsentieren wir wöchentlich eine bibliophile Notiz. Kalenderwoche 28: Saures Papier

Journal

Antenne Romande: Janine Massard : une grande auteure suisse de langue française

Journal

Saures Papier: Zwischen 1850 und 1950 wurde der allergrösste Teil der Papierproduktion  mit einem säurehaltigen Harz geleimt, mit dem Effekt, dass dieses «saure» Papier in der Zwischenzeit brüchig wird und zerbröselt. Ein Bericht zur Situation in den USA hielt schon 1967 fest, dass die meisten Bücher aus dieser Periode «im nächsten Jahrhundert nicht mehr benutzbar sein werden». Ein Viertel der Bücher in der Library of Congress besteht den Ecken-Knicktest nicht: das Papier bricht ab. Es ist schwer zu sehen, schreibt der Kunsthistoriker Larry Silver, wenn man eine Zeitschrift von 1890 in die Hand nimmt, «um zu sehen, wie die Seite beim aufmerksamen Studieren in der Hand buchstäblich zerbröselt, zu winzigen staubigen Partikelchen. Und dabei zu wissen, man ist der Letzte, der den Artikel in der Bibliothek zu Gesicht bekam, für immer». Laut einer Studie des Deutschen Bibliotheksinstituts lautet die Schadensbilanz 1989, «dass 38 Prozent oder 58 Millionen Bände in deutschen Bibliotheken mehr oder weniger vergilbt oder bereits brüchig waren.» (bm) An dieser Stelle präsentieren wir wöchentlich eine bibliophile Notiz. Kalenderwoche 27: Bücherwürmer

Lesetipp

Dieter Bachmann, Rab: Der Roman «Rab» schildert die existentielle Krise des gleichnamigen Protagonisten, der in der notorischen Hälfte des Lebens angekommen ist. Würde der Begriff nicht dem im Text kritisierten ärztlichen Jargon entstammen, dann liesse sich vielleicht von der Geschichte eines Burnouts sprechen. Rab weiss weder ein noch aus, weshalb er nur noch weg und fort will. Im Zwiespalt mit sich selbst, seinem bisherigen Dasein und seiner Beziehung mit Marlis zieht er sich auf die Insel Capri zurück, wo er im «Verbleiben eines freien Notierers» einen «Trotzwinter» verbringt. Als gleichermassen abschweifender wie erfindungsreicher «Schattenanalytiker» versucht er sich über seinen Seelenzustand notierend selbst zu klar zu werden und gelangt dabei zur Erkenntnis, dass er das Leben allzu lange verschlafen habe und dabei sein alter Ego, das er im Innersten zu sein glaubte oder doch zu werden hoffte, verkümmern liess. Im allegorischen Schlussbild des Romans gelangt diese Dialektik des «ungelebten Lebens» auf eine drastische Pointe: Rab stirbt an einem Tumor, der sich als Gewebe des unausgewachsenen Zwillingsbruders herausstellt, den er seit der Geburt mit sich im Leib trug.Was in der gerafften Nacherzählung eher düster und dramatisch klingt, wird im Roman aber durch eine Verschmelzung von Tragik und Komik vermittelt, wie sie allen zutiefst humoristischen Werken eigen ist. «Rab» ist somit alles andere als ein trübseliger Roman, im Gegenteil besticht er durch sprachlichen Witz, satirisch-sarkastische Darstellung und einer gehörigen Portion Selbstironie, die nicht zuletzt auch Rabs hochelaborierte Jeremiaden zu einer vergnüglichen Lektüre machen. Auf dem selbstgewählten Exil in Capri, einer poetologischen Schlüsselstelle des Romans, geht Rab dem tieferen Zusammenhang von der «Trauer als Voraussetzung für Humor» zudem eigens nach: am Beispiel von Charlie Chaplin, des grossen Melancholikers unter den Komödianten. In Form eines fingierten Briefwechsel mit Chaplin lotet der Text das biographische Schicksal aus, das eine Figur wie diejenige des traurigen Clowns hervorbrachte. Selbstredend stellt sich auch Rab in diese Tradition, der ebenso grotesk wie witzig und mit einer schier überbordenden Fabulierungsfreude sein Elend zu bannen versucht.Mit «Rab» hatte der damals 45jährige Kulturjournalist Dieter Bachmann ein fulminantes Prosadebut geschaffen, das mühelos das Zeug zum Kultbuch besitzt. Leider verfehlte es trotz hervorragenden Rezensionen die Gunst der Stunde, weshalb es eine zweite Chance mehr als nur verdient hätte. Betrat da doch einer dieser verzweifelt komischen Figuren die literarische Bühne, der sich ohne Weiteres in die Reihe der grossen Antihelden wie Musils Mann ohne Eigenschaften, Svevos Zeno Cosini oder eben Chaplins Tramp stellen kann. Wie diesen, so geht es auch Rab darum, das Scheitern als «humane Qualität» kenntlich zu machen. Darin erblickt er nicht zuletzt auch das grosse Potential der Literatur, dem selbst die gesamte Humanmedizin nicht beikommen kann. Denn wie Rab weiss: «Die Medizin ist kein exakte Wissenschaft so gern sie es sein möchte; ihr Gegenstand, der Mensch, ist dafür zu wenig zuverlässig.»(Magnus Wieland)

Lesetipp

Friedrich Dürrenmatt, Der Meteor: «Der Meteor» ist neben dem «Besuch der alten Dame» und den «Physikern» Dürrenmatts bekanntestes und und erfolgreichstes Stück. Der Theaterautor erzählt darin die Geschichte vom Sterben des Nobelpreisträgers Wolfgang Schwitter, der aber nicht sterben kann und immer wieder aufersteht. In seinem Sterben reisst er die Personen seines Umfelds mit in den Tod.Dürrenmatts Stück, das 1966 am Schauspielhaus Zürich mit Leonhard Steckel in der Hauptrolle uraufgeführt wurde, ist einerseits – vordergründig – eine Persiflage auf den zeitgenössischen Literaturbetrieb, andererseits ein religionsphilosophisches Theaterstück, das das Skandalon der Auferstehung ins 20. Jahrhundert transponiert und es aus individualpsychologischer Perspektive, aus der Sicht Schwitters, dramatisiert und in der Reaktion seines Umfelds beleuchtet. Es ist eigentlich eine moderne Lazarus-Geschichte. Schon als Kind hat Dürrenmatt die biblische Erzählung von Jesu Auferweckung des toten Lazarus fasziniert. Wie er in seiner Autobiographie «Stoffe» berichtet, habe er seinen Vater, den Pfarrer, gefragt, ob Lazarus denn habe glauben können, dass er tot gewesen sei. Damit greift Dürrenmatt 1966 aufs Neue religiöse Problemstellungen auf, die bereits sein Frühwerk charakterisiert haben. Eine lohnende Neulektüre!(Rudolf Probst)

Lesetipp

Sabina Naef, leichter Schwindel: Sabina Naefs dritter Gedichtband versammelt 57 kurze Gedichte von jeweils wenigen Zeilen. Der Titel ist Programm: die Irritationen geschehen diskret und unvermittelt – bereits in „leichter Schwindel“ mit dem klein geschriebenen Adjektiv. Die unmerkliche Unsicherheit überkommt auch das lyrische Ich: bei einer erhofften Begegnung, beim gedankenverlorenen Beobachten, im Sog des Schreibens. Manchmal vergisst sie dabei das grammatikalische Subjekt und lässt Verb und Objekt im Ungewissen. Diese Projektion ins Offene prägt leitmotivisch ihre Themen: das Schreiben und die Liebe. Beide sind sie ihrer Sache nicht sicher, doch beide sind sie Anlass für hochfliegende Hoffnungen und Träume. Es kann nichts geschehen, gerade weil alles geschehen kann. In solchen Momenten der kaum weiter reduzierbaren Konzentration findet Sabina Naef ihren eigenen Ton. Auf zwei Zeilen formuliert sie ihr Programm: «sie tippt auf einer Schreibmaschine / ohne eingespanntes Papier». Das ist es, was den leichten Schwindel verursacht: das ziellose und zwecklose Festhalten an Worten, die auf der Walze kaum sichtbar sind und doch so etwas wie das Konzentrat eines Textes erahnen lassen. (Beat Mazenauer)

Neuerscheinungen

Norbert Huser : Lateinamerika auf zwei Rädern - Vier Jahre mit dem Fahrrad unterwegs. edition punktuell.

Neuerscheinungen

Matthias Zschokke: Die Wolken waren gross und weiss und zogen da oben hin. Wallstein Verlag.

Nachrichten

NZZ Literatur RSS: Shumona Sinha im Gespräch: «Im Text gibt es keine Kompromisse»

NZZ Literatur RSS: Salone del Libro: Nach Korruption droht Spaltung

lit21: Shumona Sinha im Gespräch: «Im Text gibt es keine Kompromisse»

lit21: Salone del Libro: Nach Korruption droht Spaltung

lit21: Die unnatürliche Dehnbarkeit des menschlichen Lebens

Festivals

Le livre sur les quais 2016: Morges (Waadt)

Rigi Literaturtage: Rigi Kulm

Babel Festival di letteratura e traduzione: Bellinzona

BDFIL: Festival de bande dessinée Lausanne

Tales. 17. Seetaler Poesisommer: Das längste Literaturfestival auf Schloss Heidegg